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Wasser PDF Drucken E-Mail
unbenannt.jpgGhana besitzt mit dem Volta-Stausee das größte von Menschenhand geschaffene Gewässer der Welt. Das Klima ist tropisch, im Süden wächst immergrüner Regenwald. Da mutet es geradezu paradox an, dass die Wasserversorgung ein gravierendes Problem darstellen soll. Nach Angaben des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung haben jedoch lediglich 75% der Ghanaer Zugang zu sauberem Trinkwasser. Wie prekär die Lage ist, zeigt sich gerade am Lake Bosumtwi: Der See ist vermutlich vor einer Million Jahren durch den Einschlag eines Meteroriten entstanden. Als typischer Kratersee besitzt er weder Zu- noch Abflüße, was ihn sehr empfindlich gegenüber äußeren Einflüßen macht. Gleichzeitig stellt er die hauptsächliche Wasser- und Nahrungsquelle für die Menschen an seinen Ufern dar. Um die Sicherheit der Wasserversorgung zu gewährleisten, ist es wichtig das Ökosystem des Sees im Gleichgewicht zu halten. Durch seine Nutzung und die Besiedelung an seinen Ufern ist er jedoch beständig Gefahren ausgesetzt: Überfischung, aber auch verunreinigte Abwässer und Müll bedrohen den See. Daher ist eines unserer Ziele durch nachhaltigen Fischfang als auch durch sanitäre Einrichtung und umweltverträgliche Abfallentsorgung die Zukunft des Sees zu sichern und den Menschen ihre wichtigste Lebensgrundlage zu erhalten.

 
Rohstoffe und Energie PDF Drucken E-Mail
Mit einem Anteil von über 30 % am Gesamtexport ist Gold der wichtigste Rohstoff. Weitere mineralische Rohstoffe Ghanas sind Erdöl, Industriediamanten, Bauxit, Manganerz, Silber und Kalkstein. Für den Export bestimmte landwirtschaftliche Güter sind vor allem Kakao, Zuckerrohr, Kaffee, Tee und Kautschuk. Nach der Elfenbeinküste ist Ghana der größte Exporteur von Kakao. Ghana ist außerdem ein großer Produzent von Hartholz.
Der Volta-Stausee ist der größte vollständig von Menschen geschaffene See. Die erzeugte Energie wird auch an zahlreiche Nachbarländer verkauft. Ende 2007 wurden große Ölfelder vor der ghanaischen Küste entdeckt. Wie diese abgeschöpft werden sollen und ob sie eventuell sogar ähnliche Probleme mit sich bringen, wie die Ölfunde in Nigeria und Angola, muss die Zukunft zeigen.
 
Partizipation PDF Drucken E-Mail
Seit dem 7. Januar 1993 wird Ghana von einer demokratisch gewählten und stabilen Regierung vertreten. Parlament und Präsident werden für eine Amtszeit von jeweils vier Jahren direkt vom Volk gewählt. Die Justiz ist unabhängig. Die Verfassung garantiert der Bevölkerung neben den umfassenden Menschenrechten auch die Versammlungsfreiheit und die Freiheit Parteien zu gründen.
Ghana ist in zehn Regionen unterteilt, die eine eigene Gerichtsbarkeit, eine regionale Regierung und eine eigene Verwaltung stellen.
In der Lokalpolitik spielen die Stammeshäuptlinge (Chiefs) noch immer eine große Rolle.
 
Menschenrechte PDF Drucken E-Mail
Im Oktober 2006 begann die Regierung Entschädigungszahlungen an ungefähr 2000 Ghanaer zu leisten, die unter früheren Regierungen Menschenrechtsverletzungen erlitten hatten.
Bemerkenswert sind die in den Medien praktizierte Meinungsfreiheit, die religiöse Toleranz der Regierung und der Religionsgemeinschaften, die Versammlungsfreiheit und die relativ starke Position und Unabhängigkeit der in der Verfassung verankerten staatlichen Menschenrechtskommission.
Ein großes Problem stellt weiter die Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen dar. Ein 2007 verabschiedetes Gesetz zum Schutz gegen häusliche Gewalt soll die Frauen vor Vergewaltigung und Prügel der Ehemänner schützen. Im muslimischen Norden existiert auch noch das Problem der Genitalverstümmelung.
Immer wieder kommt es zu Zwangsräumungen und landesinternen Vertreibungen, von denen vor allem marginalisierte Gruppen der Gesellschaft betroffen sind.
Todesurteile werden zwar ausgesprochen, aber nicht mehr vollstreckt.
 
Umwelt PDF Drucken E-Mail

Die größte Umweltzerstörung erfolgt in der Land- und Forstwirtschaft, da ein Großteil der Ghanaer ihr Einkommen aus der Landwirtschaft bezieht und ein Umweltbewusstsein in der Bevölkerung kaum entwickelt ist. Auswirkungen von Umweltschädigungen werden weitgehend ignoriert, nicht zuletzt aus finanziellen Gründen und Mangel an Alternativen. Negative Umwelteinflüsse in Folge zunehmender Industrialisierung machen sich in Ghana inzwischen vermehrt bemerkbar. Dies betrifft vor allem die Bereiche Müllentsorgung (Plastikmüll!), Wasser- und Luftverschmutzung. Insbesondere der Goldabbau mit einem Anteil von rund 30% am Export in Ghana wirkt sich negativ auf die Umwelt aus.

 
AIDS PDF Drucken E-Mail
Die AIDS-Rate bei erwachsenen Ghanaern liegt bei ca. 2,3 %, in einzelnen Risikogruppen ist der Anteil erheblich höher. Eine staatliche Kommission betreibt Aufklärungsarbeit. Durch die gute Arbeit ist das AIDS-Problem in Ghana nicht so groß wie in anderen afrikanischen Staaten.